Vegane Umstellung

      Vegane Umstellung

      Die vegane Ernährung ist im Mainstream angelangt. Ich hab ein Experiment gewagt und habe versucht mich 2 Monate vegan zu ernähren. Natürlich ohne Vorkenntnisse, weil ich ein schwierigen Start haben will ...

      Von vielen habe ich gehört, dass es gesund sein soll. Ich konnte es nur in gewisse Weise nachvollziehen. Denn auch mit Mischkost kann man sich gesund ernähren. Aber ich habe die Veganer und Vegetarier nie wirklich verstanden. Also habe ich mich selbst als veganes Versuchsperson deklariert. Vorab die Tatsache: Sich vegan zu ernähren heißt nicht automatisch, dass man sich gesund ernährt. Man kann sich auch vegan ungesund ernähren. Bei der gesunde vegane Ernährung ist Planung wichtig. Man muss sich bewusst ernähren und nachforschen.

      Meine Motivation:
      > Wie einfach ist der Einstieg, ohne jegliche Vorkenntnisse der Ernährung
      > Ist die vegane Ernähreung kostengünstig
      > Hat die Ernährung weitere Vorteile gegenüber Mischkost und vegetarische Ernährung
      > Warum Veganer vegan sein wollen



      Einstieg
      Ohne Anleitung ist es verdammt schwierig sich vegan zu ernähren. Das beginnt schon beim Frühstück: Kein Honig, Milch, Eier, ... Zum Glück hatte ich noch Nudeln, aber leider mit Ei. Es gibt sehr viele Produkte mit Fleisch oder tierischen Produkten. Ein Veganer lehnt Beides ab. Zu tierischen Produkten gehört Eier, Eiersalat, Eiernuddeln, Soleier, Ostereier, Milch, Milchprodukte, ... Auch die Preise sind hoch, besonders für Geringverdiener und Studenten. Mehr dazu im Abschnitt Preise.

      Für meine Umstellung habe ich zwei Monate benötigt. Im ersten Monat habe ich mich vegetarisch ernährt. Der Grund liegt darin, dass ich versehentlich in eine Vollmilchschokolade reingebissen habe. Es war in einer Waffel drin. Auf der Packung stand "Ohne Eier". Also habe ich mir es gekauft und gegessen. Die Schokolade allerdings war in der Waffel drin und wurde auf der Zutatenliste nicht mal aufgeführt.

      Beim Einkaufen muss mehr auf die lange Zutatenliste schauen und da gibt's viele tierische Produkte. Zum Glück kann ich asiatisch kochen und kann auf Gemüse und Obst zugreifen. Doch was kann man den essen als Veganer, wenn in fast jedem Produkt tierische Erzeugnisse enthält? Es gibt zwar viele Einschränkungen, aber die Auswahlmöglichkeit ist verdammt RIESIG. Es gibt vegane Wurst, Sahne, ... An dieser Stelle wundere ich mich über die Ersatzmöglichkeiten. Man kann Gelatine einfach durch vegane Gelatine austauschen und Eier durch vegane Eier ... In Prinzip muss man als Veganer auf nichts verzichten und kann fast wie gewohnt essen. Aber wozu die ganze Ersatzprodukte? Ich meine man kann auch ohne Butter & Co Leckers kochen. Die Ersatzprodukte dienen nur für den einfachen Umstieg auf vegane Ernährung.

      Die Ersatzprodukte haben auch den doppelten Preis zu ihren Vettern. Doch gibt es eine günstige Alternative?



      Kostengünstig
      Eine Packung Milch kostet 60 Cent. Sojamilch in der gleiche Menge kostet 1 Euro - Also den doppelten Preis, aber dafür ich es auch qualitativer. Man kann auf diese Produkte verzichten. Hier meine Nahrung:
      > Brot, Nuddel, Reis, Couscous
      > Nüsse
      > Obst
      > Gemüse
      > Öl, Essig

      Ebenfalls zu empfehlen sind Chips und Müsli. Wer Snacks essen will, kann auch Chips zugreifen und man kann damit auch kochen. Tortillachips ist auch eine leckere Alternative. Chips kann man auch selber machen, indem man Olivenöl über das Gemüse gießt und dann in den Ofen grillt. Meine Favoriten sind Rosenkohl und Wirsing. Sie haben auch einen rauchigen Geschmack und passen wunderbar ins Sushi. Was sehr lecker ist, ist frittierstes Obst (habe ich bei den Chinese abgeschaut). Notfalls kann man auch Pizza machen. Statt Käse gibt's Erdnusscreme, Erdnussmuss oder Mandel + Cashew.

      Mit Gemüse und Obst kann man wunderbare Sachen zaubern. Man muss halt auf neue Dinge einlassen und einfach umdenken. Mir ist es leicht gefallen vegan zu kochen. Nur das Lesen der Zutatenliste musste ich mich drangewöhnen. Auf Milchprodukte und Süßigkeiten verzichte ich ganz. Die vegane Umstellung hat mir überraschenderweise leicht gefallen. Der Preis war nicht höher wie gewohnt (außer im ersten Monat). Für eine Woche habe ich 10 - 15 Euro ausgegeben (mit Getränke). Da ich ein geübter Koch bin, ging das Kochen schnell und locker aus dem Gelenk.



      Vorteile
      Vieles agen, dass einem Veganer viele wichtige Nährstoffe fehlen. Hier ist es wichtig die Ernährung zu planen. Dann fehlt einem auch nichts. Als Veganer muss man sich bewusster ernähren. Das heißt auf die Zutatenliste schauen, Essensplan zusammenstellen, ... Ich habe herausgefunden, dass in einigen Bioprodukten Chemie drin ist.

      Nach einem Monat (vegetarische= Ernährung kann man Magen bereits Kalorien zählen. Ich werde einfach satt, wenn ich die Anzahl Kalorien gegessen habe. Vor der Ernährung habe ich bei McDonalds ein BigMac und ein Hamburger gegessen. Nun reicht mir ein halber BigMac. Zudem hat mir der BigMac gar nicht geschmeckt. Die Tomate und der Salat sehen nicht frisch aus und anscheinend im Fett gebadet.

      Bei der Ernährung habe ich neue Zutaten kennengelernt. Man kann mit Chips und Nüsse echt super Sachen zaubern. Die Chips kann man zerbröseln und als Paniermehl oder Pamesan verwenden.

      Das Essen liegt leichter im Magen und man wird satt :D Ok, das liegt zum Teil daran, dass ich asiatisch gekocht habe. Am Tag habe ich 80% weniger Kalorien zugenommen und bin immer noch wohl genährt.



      Warum Veganer vegan sein wollen
      Dass man aus ethischen Gründen vegan lebt, kann ich nachvollziehen. Ist mir aus Hinduismus und Buddhismus bekannt.
      Dass man sich gesunder ernähren will, kann ich auch nachvollziehen. Wird ja in Medien propagiert und verschwiegen, dass man die vegane Ernährung geplant vorgehen muss.

      Dass man die Umwelt schon. Da keine tierische Produkte konsumiert werden, bräuchte man keine Tiere. Dann stehen mehr Nahrung für minderbemittelte Länder zur Verfügung. Zudem stoßen Kühe viel Co2 aus ... oder so hat man es mir erklärt. Dass Kühe viel Co2 austoßen ist ja kein Megaproblem, wenn man bedenkt, dass die westlichen Menschen gerne Autos fahren. Zudem leben mehr Menschen als Kühe, die ihre Abgase in die Atmosphäre abgeben. Auch stehen auf den Packungen nicht jede Einzelheit der Produktion drauf. So kann beim Anbau tierische Dünger verwendet werden, ohne diese auflisten zu müssen. Auch werden viele Getränke gefiltert und dabei wird Gelatine verwendet. Sie stehen ebenfalls nicht auf der Zutatenliste. Da muss man den Hersteller selber befragen. Dies ist vorallem beim Wein der Fall.

      Ich persönlich wollte neue Sachen entdecken. Das Experiment hat mir Spaß gemacht und ich will erstmal weiterhin vegan bleiben. Ich werde hier keinen Fleischesser verurteilen. Fleisch schmeckt ja super und man ist damit halt aufgewachsen und in Deutschland ist ja großer Wohlstand ^^