Mainstream oder Minderheit?

      Mainstream oder Minderheit?

      Mein persönlicher Kampf gegen den Mainstream in Filmen

      Hallöchen! Einige kennen mich vielleicht schon so mehr oder weniger, relativ schnell stellen viele fest, dass ich bei Filmen und Serien so gut wie IMMER auf der Seite der jenigen bin, die eine klare Minderheit darstellen.
      Einige möchte ich hier mal erläutern...


      Als erstes möchte ich einmal sie hier vorstellen: Matilda die Kaiserin. Frau von Heinrich V. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Gründermutter der Plantagenet Könige in England und Lady of the english. In der Miniserie "Säulen der Erde" werden wir Zeugen wie die Kathedrale von Kingsbridge entsteht, parallel dazu entbrennt ein Bürgerkrieg. Stephan von Blois riss nach dem Tod von Henry I. die Krone an sich, obwohl Henrys Tochter Matilda Königin werden solle. Sie erkämpft sich ihren Thron zurück, muss aber dann doch wieder nach Anjou, die Heimat ihres zweiten Mannes fliehen.
      Ich stehe auf ihrer Seite, jedoch die meisten "Gucker" und Fans der Serie stehen auf Stephans Seite. Und ich frage mich einfach nur... WARUM WAS ZUM $§%&/

      Sie ist die Rechtmäßige Erbin des Thrones und nicht ihr Cousin Stephan! PUNKT! Nehmt das ihr Stephan von Blois Fans!



      Hach ja, die englischen Rosenkriege... Grundlage für Games of Thrones und Übertritt vom Mittelalter in die Neuzeit.
      Eine Serie Namens "The White Queen" beschäftigt sich mit diesem Teil der Geschichte. In den Rosenkriegen stehen sich die zwei Häuser Lancaster (Rote Rose) und das Haus York (Weiße Rose) gegenüber. Nachdem der Geisteskranke König Henry VI. von Lancaster durch Richard "Kingmaker" Warwick, abgesetzt und durch Edward IV. von York ersetzt wurde herrschte Frieden... DOCH NICHT FÜR LANGE!
      Henrys Frau bedroht England mit ihrer Armee in Frankreich, George (ein Bruder Edwards) wechselt die Seiten. Sein anderer Bruder Richard bleibt auf Edwards Seite. Warwick, George und die Lancaster werden besiegt und Frieden herrscht bis zum Tode von Edward IV. . Er ernennt seinen Bruder Richard zum Lordprotektor, bis sein Sohn Edward V. volljährig ist. Doch dazu wird es nicht kommen.
      Richard lässt die Söhne von seinem Bruder in den Tower einsperren (Ja, dass sind die berühmten Prinzem im Tower!) und lässt sich mit dem Titulus Regius selbst zum König ausrufen.
      In der Fangemeinde stehen viel plötzlich gegen Richard und wollen Henry Tudor (später Henry VII.) auf den Thron sehen.
      Ich (als Yorkist) bleibe auf der Seite von Richard, die Fangemeine jedoch nicht... hach... was haben alle nur gegen die Weiße Rose?



      Von den Rosenkriegen kommen wir direkt zum "Nachfolger" die Serie "Die Tudors" (welche eigentlich sich nur um Henry VIII. und seine sechs Frauen dreht, anstatt von Henry VII. bis zu Elizabeth I. aber naja...)
      Anne Boleyn, die Fangemeine liebt sie über alles! Sie finden sie toll! Aber ich mag sie einfach nicht, und immer wenn ich das sage, dann "WAS? WIE GEHT DAS?!" Klar, sind die meisten gucker der Serie Frauen und sie fliegen voll darauf wie Natalie Dormer die zweite Frau von Henry spielt, das hat sie auch gut gemacht, aber ich war mehr als froh, als sie endlich in der Serie hingerichtet wurde. So grausam es auch klingt.


      Ihr seht... ich bin lustigerweise meistens immer gegen die Mehrheit, habe auch auf anhieb gerade kein Gegenbeispiel wo ich sage "Jo! Da bin ich mit der Meinung der Mehrheit d'accord.


      "Stationary Guard in the streets, Titan in the sheets"
      Ich habe mal den Titel umbenannt, um das Thema zu verallgemeinern. Im Prinzip könnt ihr aber das Thema so nehmen, wie ihr es möchtet. Ich mache es ja jetzt auch so.^^

      Ich äußere mich auch kurz mal etwas zur Thematik "Gegen den Mainstream".

      Zuerst: ich kenne die oben genannten Werke nicht und kann von daher auch nicht sagen zu welcher Seite ich stehe. Allerdings liest man ja raus, dass du gegen den Strom schwimmst, was interessanterweise viele Menschen von sich behaupten, da sie somit "einzigartig" sind - aber sind sie das, wenn viele so denken? !^^ Na wie dem auch sei.
      Ich persönlich lasse mich relativ selten von etwas mitreißen, nur weil es auf einmal total angesagt ist. Ein aktuelles Beispiel aus dem letzten Jahr: Plötzlich rennt jeder zweite mit einem "Levi" T-Shirt rum. Und wenn man objektiv bleibt, sind diese Klamotten nichts weiter als einfarbig mit einem Markennamen. Ich persönlich habe nichts gegen den Mainstream, weil es ansonsten auch nicht die Minderheit und Freidenker gibt. Allerdings kann ich auch nicht Menschen für voll nehmen, die nur den Mainstream hinterherjagen. Da bleibt aus meiner Sicht oftmals nur ein oberflächlicher Charakter zurück.
      Ich muss aber auch eingestehen, dass ich Menschen die den Mainstream nur wegen des Mainstreams nicht für sich nutzen und immer komme was wolle, sogar krampfhaft immer die Minderheit wählen, beinahe noch langweiliger finde. In der Regel kann man mit diesen Menschen auch keine vernünftige Unterhaltung zu gesellschaftskritischen und auch anderen Themen führen. Weicht von mir! xD

      Ich handle nach dem Prinzip, wenn ich etwas gut finde, dann beanspruche ich das auch für mich und dann ist es mir egal ob Mainstream oder Minderheit. Allerdings gibt es sicher Menschen die auch meine Denkweise zum kotzen finden. Naja wayne xD
      Um es vorab zu klären, ich halte mich nicht für was besonderes!!! xD Ich bin einfach in vielen Sachen nicht mit der Mehrheit d'accord :D

      Kann dich da echt nachvollziehen, vorallem bei sowas wie Kleidung. Ich weiß bis heute nicht was "Markenklamotten" sind. Sind nicht alle Klamotten von einer Marke? :D #krassetheorie

      Es wird immer Menschen geben die deine oder meine Meinung scheiße finden :D zum Glück sind wir nicht in Nordkorea xD


      "Stationary Guard in the streets, Titan in the sheets"
      Minderheit vs. Mainstream wird im englischen Sprachraum auch als „Elitist vs. Casual“ bezeichnet. Und sowas gibt's in jedem Medium. Jeder hat seine persönliche Interesse, was mit dem Elternhaus, Kultur und Vorlieben zusammenhängt. Es timmt zwar das der homogene Mainstreamer lieber auf Romanzegesulze wie Twilight steht, aber ist mir vollkommen egal. Wie Zooty bereits erwähnt, wollen Elitisten krampfhaft zur Minderheit gehören. Einige von ihnen sagen gerne, dass früher besser war als heute.

      Ich schaue Mainstream an, um mitdiskutieren zu können (Feind der Elitists) und die Werke zu kritisieren, indem ich die guten und schlechte Dinge hervorhebe (Feind der Casuals). Dabei gehöre ich einer absoluten Minderheit an. Denn ich schaue nicht nur deutschsprachige Werke, sondern bediene mich auch russische und asiatische Werke. Bin ich ein Mainstreamer? 10% Ja und 90% Nein. Bin ich deswegen was besonderes? In Deutschland schon, aber in Frankreich, Spanien, Japan, ... weniger.

      Die Mainstreamer wollen sich bebrisseln lassen und abschalten (Eins der Gründe warum Disney-Realverfilmungen so erfolgreich sind). Ich aber nutze Unterhaltung daszu mein Horizont zu erweitern. Die Minderheit ärgern sich, dass man ihren geschmack nicht akzeptiert. Aber um akzeptiert zu werden, muss man zuerst andere akzeptieren. Aber die Realität ist anders. Als absolute Minderheit muss ich den Geschmack der anderen respektieren und ernte die Verachtung der anderen, weil ich eben kein Mainstreamer bin.